Laura Cox: Wie eine Junior-Gitarre ihren Sound veränderte – und warum die SG unverzichtbar wurde
Automatische Übersetzung. Russisches Original
Die anglo-französische Blues-Rock-Gitarristin und Songwriterin Laura Cox meldet sich wieder lautstark zu Wort – und das nicht nur mit cleveren Riffs oder ihrem Markenzeichen, dem Slide. Ihr neues Album Trouble Coming ist das vielseitigste und mutigste ihrer Karriere geworden: vom „Sumpf“-Blues bis hin zu dichtem modernem Rock, alles klingt überzeugend und natürlich.
Einst begann Laura als YouTube-Sensation, die virtuos die Klassiker von Lynyrd Skynyrd und Guns N’ Roses spielte. Heute ist sie eine völlig eigenständige Künstlerin mit ihrem eigenen wiedererkennbaren Stil, und der neue Release festigt ihren Status nur noch.

🎵 Musik, die jenseits von Gitarren-Schubladen lebt
Obwohl Laura der Gitarre weiterhin treu ist, hat sie sich gerade bei Trouble Coming dazu entschlossen, den Schwerpunkt auf die Songs zu legen, nicht auf Soli.
„Ich wollte aus dem Gitarren-Rahmen ausbrechen und Hörer erreichen, die keine Musiker sein müssen“, erzählt sie. „Einige Tracks kamen ganz ohne Solo aus – für mich das erste Mal. Ich habe mich auf Rhythmus, Melodie und Gesang konzentriert. Jetzt höre ich meine Songs wie von außen – und das ist ein fantastisches Gefühl.“
🎛 Neues Arbeitsformat: Das Duo No Money Kids und häusliche Atmosphäre
Um die kreative Umgebung komplett zu wechseln, nahm Laura zum ersten Mal nicht mit ihrer eigenen Band auf. Stattdessen schloss sie sich mit dem französischen Duo No Money Kids zusammen – ein Tandem, das sie mit einer moderneren Interpretation von The Black Keys vergleicht.
Die Demos wurden in Lauras Haus geschrieben – und ein Teil dieser unbearbeiteten, „lebendigen“ Aufnahmen war so organisch, dass sie auf das finale Album kamen.
„Manchmal hört man im Hintergrund sogar den Fernseher. Und das ist cool – nicht der teure Studiosound ist wichtig, sondern die richtige Stimmung. Ein guter Take ist einer, der Seele hat.“
🍒 Les Paul Junior, die „aussah wie eine Fender»
Im Videoclip No Need To Try Harder spielt Laura eine Gibson Les Paul Junior in der Farbe Maraschino Cherry – ein Instrument, hinter dem eine unerwartete Geschichte steckt.
„Ich bin auf Reverb darüber gestolpert – und erst später begriff ich, dass es sich um das Signature-Modell von Billie Joe Armstrong von Green Day handelt. Sie sieht gar nicht aus wie eine typische Junior: Der Humbucker passt perfekt zu meinem Stil, und der rote Korpus mit weißem Schlagbrett macht sie einer Fenderähnlich. Eine echte Rarität.“

💛 SG 1961: Verliebt vom ersten Riff an
Nicht weniger schätzt Laura ihre Gibson SG Reissue 1961 in der ungewöhnlichen Farbe TV Yellow.
„Dieser Farbton erinnert eher an eine Telecaster als an eine traditionelle rote SG. Der Hals ist dicker, als ich es gewohnt bin, aber er ist erstaunlich bequem, und die Burstbucker klingen großartig. Früher habe ich hauptsächlich auf einer Les Paulgespielt, aber sobald die SG bei mir war, konnte ich sie nicht mehr weggeben. Nach einer Les Paul fühlt sich dieses Modell unglaublich leicht und reaktionsfreudig an.“
🛞 Slide-Gitarre: Geheimnisse des persönlichen Sounds
„Das Wichtigste beim Slide-Spiel ist der richtige Finger und die Größe. Mir liegt es, mit dem Mittelfinger zu spielen, was für viele ungewöhnlich ist. Ich bevorzuge dicke Keramik-Slides – sie resonieren besser. Und ich dämpfe die Saiten unbedingt mit dem Zeigefinger, damit keine unnötigen Geräusche entstehen. Und ein Stimmungswechsel ist ein toller Weg, um neue Ideen zu finden, besonders wenn man eine kreative Blockade spürt.“
⚡ Fuzz, ohne den kein Auftritt stattfindet
Der Orbiter von SoloDallas ist für Laura ein ständiger Begleiter geworden.
„Zuerst hat mich die Marke wegen der Verbindung zu AC/DC gereizt. Dann habe ich den Orbiter ausprobiert und war überrascht. Fuzz-Pedale sind launisch: Viele klingen nur in bestimmten Einstellungen gut. Der Orbiter erwies sich als universell – und passte perfekt in mein System.“